Bitter und enttäuschend

Nachdem der VFB in den letzten Spielen zwar nicht gepunktet aber gut gespielt hatte, brachte der schöne Spätsommernachmittag in Rauental genau das Gegenteil dessen, was man sich erarbeitet und vorgenommen hatte. Von der ersten Minute an hatte man das Gefühl, dass die Gaggenauer Elf durch die warme Sonne gelähmt wurde. Keine Abstimmung stimmte, kein Spielfluss war erkennbar und auch der unbedingte Wille den Rhythmus zu erzwingen, war nicht sichtbar. Immerhin hielt man das Unentschieden längere Zeit, bis ein völlig unnötiger Ballverlust noch in der eigenen Hälfte die Führung der Gastgeber brachte. Rauental spielte das, was man konnte und zeigte Kompaktheit, Robustheit und Angriffswucht, die die gesamte VFB-Mannschaft häufig in Verlegenheit brachte. So war es dem Gaggenauer Torhüter zu verdanken, dass es bei dem knappen Rückstand zur Halbzeitpause blieb. Nach der Pause trat der VFB deutlich konzentrierter und willensstärker auf und erspielte sich ebenfalls einige Chancen, zumindest näherte man sich dem gegnerischen Tor deutlich zielstrebiger und gefährlicher! Nachdem aber eine ganz dicke Ausgleichschance vergeben wurde, schlugen die Gastgeber zurück und erhöhten auf 2:0. Die nun entstandene Unsicherheit beim VFB nutzte der FVR schließlich zu zwei weiteren Toren, so dass die Gaggenauer sich auf eine deftige Auswärtsniederlage einstellen konnten. Doch es kam anders: Ein Foul im Mittelfeld und die daraus entstandene Situation mit Gelb-Rot führte leider zu einer unentschuldbaren Reaktion des Spielers Alper Özyavuz, der dann nach seiner roten Karte beim Verlassen des Platzes dem Schiedsrichter -so die Beobachtung von außen- mit der flachen Hand gegen die Brust schlug. Mit diesem extremen Fehlverhalten provozierte er den Spielabbruch in der 83. Minute. Alpers Entschuldigungen beim Schiedsrichter wurden von diesem nicht mehr akzetiert, was man durchaus verstehen kann! Der VFB distanziert sich vehement von diesem Verhalten und entschuldigt sich bei allen Betroffenen.
Es bedarf einiger Anstrengungen und Nervenkraft diese Ereignisse aufzufangen und konstruktiv aufzuarbeiten. Spieler, Trainer und Verantwortliche sind erneut gefordert!
Die 2. Mannschaft verlor ebenfalls, weil man die Abwehrfehler der ersten Hälfte am Schluss nicht mehr ausgleichen konnte und statt des möglichen 4:4 ging man schließlich mit 5:3 als Verlierer vom Platz!